Was ist eine Elementarschadenversicherung?

Für Schäden, die durch die vier Elemente entstanden sind, gibt es die sogenannte Elementarschadenversicherung. Eine Elementarschadenversicherung bietet  sich  für Menschen an, die in eher gefährdeten Gebieten leben oder wenn Elementarschäden in einem Gebiet  Hochwasser, Lawinen, Erdbeben, oder Stürme häufig vorkommen. Die Gefährdungsstufe einer Region reicht von Stufe 1  (kaum gefährdet) bis  Stufe 4 (sehr gefährdet). Von der Gefahrenstufe abhängig ist auch die Versicherungssumme und die Prämie.

Unter Elementarschäden versteht man die Schäden, die durch das Wirken der Natur hervorgerufen werden. Beispielsweise gelten Schäden durch Hagel, Sturm (ab Windstärke 8), Überschwemmung, Erdbeben, Erdsenkung, Schneedruck oder auch Vulkanausbrüche als Elementarschäden.

Eine Elementarschadenversicherung kann sowohl in die Gebäude- als auch Hausratversicherung integriert werden.

Was wird von der Elementarschadenversicherung (nicht) abgedeckt?

Eine Überschwemmung liegt vor, wenn ein Gewässer über das Ufer tritt oder wenn das Grundstück durch Regen überschwemmt wird. Gelangt dabei Grundwasser an die Oberfläche und dann ins Haus, besteht auch dafür Versicherungsschutz. Nicht versichert sind Schäden durch eine Sturmflut und Schäden durch Grundwasser, wenn es nicht an die Oberfläche gelangt. Dringt Grundwasser also von unten in das Mauerwerk des Kellers ein, weil es erheblich gestiegen ist, handelt es sich nicht um einen versicherten Schaden. In der Praxis besteht hier häufig das Problem der Beweisführung, in welcher Weise ein Schaden durch Grundwasser verursacht wurde.

Ein Rückstau liegt vor, wenn Wasser aus Ableitungsrohren des Gebäudes durch Regen oder Überschwemmung in das Haus gelangt.
Achtung: Nicht versichert sind Schäden durch Rückstau, wenn keine funktionstüchtige Rückstausicherung vorhanden war!

Versicherungsschutz für Erdbeben, Erdsenkung oder Erdrutsch besteht nur dann, wenn das Ereignis naturbedingt ist. Schäden, die durch menschlichen Einfluss hervorgerufen werden, sind nicht versichert. Dies gilt beispielsweise für Schäden durch den Steinkohleabbau oder Bautätigkeiten.

Ein Schaden durch Schneedruck liegt beispielsweise vor, wenn das Dach durch das Gewicht des Schnees einstürzt. Gehen Schnee oder Eismassen an Berghängen nieder, handelt es sich um eine Lawine. Kein Versicherungsschutz besteht dagegen, wenn der Schnee von Bäumen niedergeht.